Es ist nach eigenen Angaben „das modernste und nachhaltigste Briefzentrum Deutschlands“, und, gemessen an der Einwohnerzahl, das größte Versorgungszentrum Süddeutschlands. Ein Grund, dass sogar Ministerpräsident Markus Söder zur offiziellen Eröffnung in die Lise-Meitner-Straße nach Germering gekommen ist. Von hier aus werden alle Postleitzahl-Gebiete mit den Anfangsziffern 80, 81 und 82 verteilt.
Das sind die Stadt München und der Südwesten Oberbayerns mit den Landkreisen Fürstenfeldbruck, Starnberg, Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen sowie Teile der Landkreise München und Bad Tölz-Wolfratshausen. Rund 1.000 Menschen arbeiten am neuen Standort, und es sollen mehr werden. Bettina Altschäffl, Leiterin der Niederlassung München, wies auf die Attraktivität der „über den ganzen Tag verteilten Schichten“ hin. Am neuen Standort sind die Briefzentren München und Starnberg vereint. Der Umzug erfolgte im laufenden Betrieb von Mai 2024 bis Februar 2025. Kosten: „ein niedriger dreistelliger Millionenbetrag“.
Rund zwei Millionen Sendungen, darunter 33.000 Pakete, werden täglich sortiert. Dafür stehen 60 Sortiermaschinen bereit. „Damit verfügt das Briefzentrum bundesweit über den größten Maschinenpark aller Briefzentren der Deutschen Post“, so Bettina Altschäffl. Vor allem über den „Multiformatsorter“ für warentragende Sendungen freut sie sich. Damit werden die Sortierkapazitäten für kleinere Pakete im Briefnetz erweitert.
Auf dem 66.000 Quadratmeter großen Gelände im Germeringer Norden steht das 11.000 Quadratmeter große Bürogebäude mit seiner beeindruckenden 180-Meter-Fassade. Im Ensemble ist sogar eine Kita mit zwei Gruppen untergebracht.
Bei den Ansprachen erinnerte Oberbürgermeister Andreas Haas an die vielen Hürden und kontroversen Diskussionen, die bis zur Realisierung „eines der größten Bauvorhaben in Germering“ genommen werden mussten. Spatenstich war 2021, das Richtfest 2023. Nun folgte mit der offiziellen Eröffnung der letzte Meilenstein.
Trotz aller Freude erinnerte Konzernvorständin Nikola Hagleitner an die schwierige Situation, in der sich die Post mit ihren bundesweit 187.000 Mitarbeitern befindet. „Auch wenn die Rahmenbedingungen für uns aktuell sehr schwierig sind, weil die Briefmengen sinken, Transport- und Lohnkosten steigen, der Spielraum für Portoerhöhungen nicht ausreichend ist, bekennen wir uns zum Standort Deutschland und investieren weiter in die Modernisierung unseres Netzes und eine noch effizientere Produktivität“, versprach sie.
Ministerpräsident Markus Söder zeigte sich beeindruckt über das High-Tech-Unternehmen: „Automatisierung und Menschen arbeiten hier Hand in Hand“, lobte er. Den Postempfängern wünschte er: „Hoffentlich bekommen viele Menschen von hier nicht nur Rechnungen, sondern auch Urlaubs-Postkarten oder mal einen Liebesbrief”.
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