In Bayern können Einrichtungen und Akteure mit hochwertigen Bildungsangeboten im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung das Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern” erhalten. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber hat in München das Qualitätssiegel an zehn neue Partner übergeben. Darunter war auch die Almschule im Werksviertel-Mitte.
„Gute außerschulische Umweltbildung lebt von starken Akteuren. Gute Bildung braucht Ideen, Engagement und Qualität. Dafür steht das Qualitätssiegel 'Umweltbildung.Bayern'”, erklärte Glauber bei der Übergabe. Rund 150 Einrichtungen und Akteure tragen mittlerweile dieses Siegel, engagieren sich also verstärkt in der „Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Mit rund 30.000 Veranstaltungen erreichen sie jährlich über eine Million Kinder, Jugendliche und Erwachsene und sensibilisieren sie für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen – ganz im Sinne der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, wie der Minister erläuterte: „Ich danke allen Partnern für ihren großartigen Einsatz für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft.”
Die Almschule im Werksviertel-Mitte bringt Kindern und Jugendlichen ein besonderes Stück Natur in die Stadt - und das in unmittelbarer Nähe zum Ostbahnhof. Auf dem begrünten Dach des WERK3 werden Mitmach-Workshops zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten angeboten. Das pädagogische Konzept richtet sich an Vorschulkinder, sowie Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen, unabhängig vom Bildungsniveau. „Wir verfolgen das Ziel, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern darüber hinaus eine aktive Teilnahme von Kindern und Jugendlichen am Klima- und Umweltschutz zu fördern, um sie zu Botschafter einer nachhaltigen Zukunft zu befähigen und gleichzeitig den sozialen Zusammenhalt zu stärken”, betont die Almschule.
Ebenfalls das Qualitätssiegel neu erhalten, aber an der Ehrung nicht teilgenommen hat die naturindianer-kids gUG mit Sitz in der Balanstraße 104. Im Münchner Osten zählt außerdem bereits das Ökologische Bildungszentrum (Englschalkinger Straße 166) zu den Trägern des Siegels. Das Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern” wurde 2006 eingeführt, um im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) Einrichtungen, selbständig Tätige und Netzwerke hochwertiger Bildungsangebote auszuzeichnen, zu vernetzen und so die Bildungsarbeit stetig weiterzuentwickeln und in Bayern in die Breite zu tragen.
Die Kriterien für das Siegel sind daher auch Wegweiser für ganzheitliche, qualitätsvolle und zukunftsorientierte Bildungsarbeit. Festgelegt und weiterentwickelt werden die Kriterien durch ein Team mit Mitgliedern aus dem Bayerischen Umweltministerium, dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz, dem BUND Naturschutz in Bayern, der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung und dem Bayerischen Landwirtschaftsministerium.