Während seiner sechsmonatigen Mission auf der Raumstation ISS hat man den deutschen ESA-Astronauten Matthias Maurer meist nur schwebend in der Schwerelosigkeit und auf dem Bildschirm erleben können. Jetzt präsentierte er sich „live“ im Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR). In Oberpfaffenhofen hatten sich Forscher und Beteiligte der Mission „Cosmic Kiss“ für eine Abschlussbesprechung getroffen. Dabei wurden erste Ergebnisse der etwa 240 wissenschaftlichen Experimente, die Mauerer durchgeführt hatte, vorgestellt.
Sein Weltraumeinsatz liegt zwar mittlerweile fast schon ein Jahr zurück, aber von den Erlebnissen schwärmt Matthias Maurer immer noch. So sei sein „Weltraumspaziergang“, bei dem Reparaturen außerhalb der Raumstation durchgeführt werden mussten, ein einzigartiges Erlebnis gewesen. „Schaurig-schön“ beschrieb er den „overview-effect“, seinen Blick von oben auf die Erde, die in eineinhalb Stunden von der Raumstation umrundet wird. Alles, was jemals in der Menschheitsgeschichte passiert ist, kann in 90 Minuten überflogen werden“, sinnierte er. Man müsse sich vielmehr um „diese wunderbare Erde” kümmern.
Matthias Maurer führte die Experimente im Auftrag von Forschungsinstitutionen aus ganz Europa durch. Zum Beispiel testete er einen Anzug, der die Muskeln stimuliert, so dass dem Muskelabbau im All entgegengewirkt werden kann, dadurch könne das tägliche 2,5-Stunden-Workout verkürzt werden. Ein enormer Vorteil, denn in der Zeit könnten weitere Experimente durchgeführt werden. Bei einem anderen Experiment ging es darum, wie die von Menschen in die Raumstation eingeschleppten Mikroorganismen, die Gesundheit der Astronauten und das Material der Raumstation schädigen können, bekämpft werden können. Dafür wurden mit einem Laser aus der Natur abgeleitete Nanostrukturen auf Oberflächen aus Kupfer und Messing aufgebracht und die antimikrobielle Wirkung auf den „Touch Arrays“ untersucht, nachdem Maurer sie angefasst hatte. An dem Experiment wurden auch Schulklassen auf der Erde beteiligt, die ebenfalls die Mikrobenbelastung von verschiedenen Dingen, die berührt wurden, untersucht hatten.
Doch jetzt heißt es „nach der Mission ist vor der Mission“. Für die Nächste ist die Kreativität der Kinder gefragt. Sie können nämlich für den Flug der Mapheus-Forschungsrakete, die im Mai starten soll, ein Logo entwerfen. Geplant ist, dass alle bis zum 15. April eingegangenen Logos, mit der Rakete ins All geschickt werden. „Missionslogos zeigen oft auf einen Blick die Ziele einer Raumfahrtmission“, erklärt Christoph Pawek, der im DLR für die Nachwuchsförderung zuständig ist. Bei der Mapheus-Mission geht es dabei um Experimente in der Schwerelosigkeit. Garantiert fällt den Kindern dazu etwas Passendes ein. Infos unter www.tag-der-kleinen-forscher.de/mitforschen/mal-aktion im Internet.
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