Die verschiedenen Vogelarten brüten zu verschiedenen Zeiten und kommen daher auch in Wellen ins Münchner Tierheim, erklärt Sprecherin Kristina Berchtold: „Normalerweise geht es Ende März/April los mit den Amseln, gefolgt von den Kohl- und Blaumeisen sowie den Spatzen (Sperlinge), anschließend Stieglitze und Buchfinken. Auch Krähen-Jungtiere werden ca. ab Mai immer wieder ins Tierheim gebracht.”
April und Mai sind außerdem die Monate der Wasservögel. „Das heißt, wir bekommen in dieser Zeit meist über 250 hilfsbedürftige Stockenten-Küken, Schwäne und weitere Wasservogelarten. Wegen der stark frequentierten Uferzonen an sämtlichen Gewässern finden die Elterntiere oft keine geeigneten Nistplätze mehr und weichen auf Balkone aus, wo die Küken großer Gefahr ausgesetzt sind, sobald sie als Nestflüchtlinge ihrer Mutter folgen wollen und dann vom Balkon stürzen”, bedauert die Tierschützerin.
„Im Juni und Juli brüten Schwalben und andere Zugvögel, die den weiten Weg von ihren Winterquartieren zu uns geschafft haben. Die Meisen und Spatzen sind da oft schon bei ihrer zweiten Brut. Wegen der Klimaerwärmung neigen aber viele Vögel dazu, noch ein zusätzliches Mal zu brüten. Da der Winter immer früher endet und die Temperaturen früher mild werden, beginnen viele Vögel auch ihre erste Brut früher. Die Jungtiere sind früher selbstständig und es kann an die üblichen eine, zwei oder drei Bruten pro Jahr eine weitere Brut angehängt werden. Manche Vögel brüten somit vier oder sogar fünf Mal pro Jahr”, fasst Berchtold zusammen.
Stark zu schaffen machten den Wildvögeln das massive Insektensterben und die Flächenversiegelung durch immer weitere Neubauten. „Sie finden immer weniger Nahrung und geeignete Brutplätze. Die Vogelbestände etlicher heimischer Arten sind in den letzten zehn Jahren stark zurückgegangen”. Fast alle seien mittlerweile stark oder bereits vom Aussterben bedroht, weshalb die Tierwelt immer öfter menschliche Hilfe brauche.
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