„Sie ist in ganz Deutschland verbreitet, lebt verborgen als Kulturfolger in Gebäuden und gilt nicht als gefährdet”, berichtet Lydia Schübel, Biologin und Wildtierexpertin beim Tierschutzverein München, über das aktuelle Wildtier des Monats. Die Rede ist von der Staubwanze. „Während das erwachsene Tier einfach aussieht wie ein langgestrecktes schwarzes Insekt, wird die Staubwanzenlarve auf den ersten Blick häufig mit einer Spinne verwechselt. Sie gehören zu den Raubwanzen und sind recht nützlich, denn auf ihrem Speiseplan stehen beispielsweise kleine Fliegen, Spinnen, Motten und Vorratsschädlinge”, sagt Schübel. „Mit Haftscheiben an ihren Vorderbeinen fangen sie die Beute und stechen sie mit ihrem Rüssel. Dabei injizieren sie ein Gift, das nach drei Minuten zur Lähmung des Opfers führt; im Anschluss wird es mit dem Stechrüssel ausgesaugt.”
Staubwanzenlarven haben eine besondere Fähigkeit, wie die Wildtierexpertin beschreibt: „Sofort nach jeder Häutung bewerfen sie ihren Körper mit dem sie umgebenden Material. Dank einer klebrigen Schicht auf ihrem Leib bleiben so Sand, Staub, Dreck und teilweise auch Kot an ihnen haften. Auf diese Weise sind sie nicht nur hervorragend getarnt, sondern schmecken auch nicht mehr.” Der Volksmund nenne die Larve deshalb passenderweise „maskierter Strolch“.
Staubwanzen überwintern als Larven und wachsen durch regelmäßiges Häuten. „Meist benötigen die Tiere zwei Winter, bis sie ihre erwachsene Form annehmen”, erklärt Schübel. Beim erblicken sollten diese nützlichen Tiere nicht getötet, sondern mit einem Glas eingefangen und nach draußen gesetzt werden. Mit der Hand nach ihr zu greifen sei nicht ratsam: „Zur Abwehr können sie sehr schmerzhaft mit ihrem Saugrüssel stechen. Wenn sie nicht bedroht werden, sind sie allerdings harmlos.”
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