Die Stadt München hat bereits im Jahr 2004 erste Projekte zur Schuldenprävention für die Bürger auf den Weg gebracht. Hintergrund waren Erfahrungen des Sozialreferats der Stadt, wonach sich immer mehr – vor allem junge – Menschen überschuldeten. Bürgermeisterin Verena Dietl: „Geld gehört zu unserem Alltag. Jede Person muss lernen, mit Geld umzugehen. Insbesondere Mehrkindfamilien, Allein- und Getrennterziehende als auch ältere Menschen müssen in der Regel deutlich mehr Strategien entwickeln, um mit den oft knappen Ressourcen umzugehen. Schuldenprävention ist deshalb in diesen Zeiten von steigenden Preisen wichtiger denn je. Dank der konstruktiven Zusammenarbeit zwischen dem Sozialreferat und den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege können wir heute mit Stolz auf einen 20-jährigen Erfahrungsschatz in der praktischen Arbeit zurückblicken.”
2004 wurden mit dem Gemeinschaftsprojekt „Cashless München” unter der damaligen Trägerschaft der Anderwerk GmbH, des DGB Bayern und des Kreisjugendrings München-Stadt und der Schuldnerberatung Caritas München-Mitte die ersten Präventionsmaßnahmen erarbeitet. Gleichzeitig wurde das Projekt „Süßes Leben – Überquellende Kinderzimmer” von der Caritas zur Konsumerziehung in Kindergärten entwickelt. Beide Projekte feiern nun bereits 20 Jahre erfolgreiche Präventionsarbeit. Mit den ersten Präventionsveranstaltungen im Jahr 2004 konnte man rund 600 Personen erreichen. In den vergangenen Jahren nahmen durchschnittlich 6.000 Personen jährlich die Angebote wahr. Im ersten Halbjahr 2024 haben bereits 4.101 Personen von der Schuldenpräventionsarbeit profitiert. Sozialreferentin Dorothee Schiwy merkt an: „Auch Jugendliche und junge Erwachsene haben während Ausbildung und Studium wenig Geld zur Verfügung und werden im Verhältnis überproportional von Werbung überflutet. Seit der Präventionsarbeit und der Einrichtung der Jugendschuldnerberatung kommen die jungen Erwachsenen bereits mit der Volljährigkeit, um sich Unterstützung zu holen – und manches Mal sind sie auch noch jünger. Sehr gut angenommen wird dabei die offene Sprechstunde im Jugendinformationszentrum. Dadurch kann eine beginnende Verschuldung bei jungen Menschen frühzeitig unterbrochen und weitere Überschuldung verhindert werden.”
Präventionsformate gibt es für alle Altersgruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Alle Projekte sind auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnitten: Vom Kindergarten bis zum Alten- und Service-Zentrum, von Familienbildungsstätten über Nachbarschaftstreffs und Schulen bis hin zum Jugendarrest, zum FC Bayern Fanclub, zu mädchenspezifischen Angeboten und Angeboten für Geflüchtete und Migranten – es werden möglichst viele Zielgruppen angesprochen, um Verschuldung zu vermeiden. Insgesamt beträgt das Fördervolumen für alle Schuldenpräventionsangebote in München 750.000 Euro pro Jahr.
Weitere Informationen findet man unter der Adresse stadt.muenchen.de/service/info/schuldner-und-insolvenzberatung-der-stadt-muenchen/1076779/n0/
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