Wie gewohnt fiel die Silvesternacht für die Münchner Polizei arbeitsreich aus. Im Zeitraum von Dienstag, 31. Dezember, 18 Uhr, bis Mittwoch, 1. Januar, 7 Uhr, fuhren die Beamten zu über 710 Einsätzen. Es handelte sich dabei unter anderen um 46 Ruhestörungen, 65 Körperverletzungsdelikte, 110 Einsätze wegen Pyrotechnik sowie über 70 Einsätze im Zusammenhang mit Bränden.
Im Bereich um die Wittelsbacherbrücke sammelte sich gegen 0.20 Uhr eine große Gruppe von etwa 300 Personen. Vereinzelt traten Personen vermummt auf. Das initiative Vorgehen der Gruppe ist nach derzeitigem Kenntnisstand Personen aus dem linken Spektrum zuzuordnen. Durch mehrere, bislang teilweise unbekannte Täter wurden mehrere Gegenstände in Brand gesetzt. Zudem wurden mehrfach Silvesterböller und Glasflaschen gezielt auf die Polizeibeamten geworfen.
Es wurde sofort eine hohe Anzahl an weiteren Einsatzkräfte hinzugezogen. Durch die starke polizeiliche Präsenz sowie die gezielte Ansprache der Personen über Lautsprecher, konnte die Situation schnell unter Kontrolle gebracht und beruhigt werden. Es erfolgten mehrere Festnahmen. Weiter wurden zahlreiche Platzverweise ausgesprochen.
Bei dem Einsatz wurden fünf Polizeibeamte verletzt. Es wurden Ermittlungsverfahren unter anderen wegen schweren Landfriedensbruchs, versuchter gefährlicher Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Für den Zeitraum des Einsatzes mussten die Zufahrtsstraßen zur Wittelsbacherbrücke gesperrt werden. Die Fahrbahn der Brücke selbst musste vor der Freigabe für den Fahrzeugverkehr zunächst gereinigt werden, da sie mit Glasscherben und Unrat bedeckt und daher nicht sicher befahrbar war.
Am Marienplatz und in der Fußgängerzone befanden sich gegen Mitternacht um die 6.000 Personen, um dort das neue Jahr zu begrüßen. Dort gab es ein komplettes Feuerwerksverbot von 21 bis 2 Uhr. Die Anwesenden wurden durch Lautsprecherdurchsagen auf das Verbot hingewiesen. Durch die Polizei wurde in mehreren Fällen mitgeführte Pyrotechnik sichergestellt. Am Friedensengel, dem Europaplatz und den angrenzenden Parkanlagen feierten rund 3.000 Personen. Der Bereich war für den Verkehr von 23 bis 2.30 Uhr gesperrt.