Ende Juni hatten die Initiatoren der Petition „500 Wohnungen in den Mariengärten – So nicht !“ im Münchner Rathaus die Gelegenheit, Oberbürgermeister Dieter Reiter persönlich über 900 Unterschriften zu übergeben und dabei ihre Bedenken zum geplanten Neubauprojekt „Mariengärten” vorzutragen.
Mit den Unterschriften, die im April 2023 gesammelt worden waren, wendet sich die Petition gegen Umfang und Zeitpunkt der Bauplanung südwestlich des Englschalkinger Bahnhofs, zu der derzeit ein Architektenwettbewerb läuft. Mehr als jeder zweite Anwohner aus der Umgebung des Planungsareals habe über Unterschriftslisten oder digital die Petition unterstützt, teilen die Initiatoren an.
In Oberbürgermeister Reiter haben die Initiatoren der Petition nach eigener Aussage „einen sehr interessierten und verständigen Gesprächspartner für das Anliegen der Nachbarschaft” gefunden. Er wird letztlich den Interessenkonflikt zwischen Wohnungsbedarf und Bedenken der Anlieger entscheiden müssen. Mit der Entscheidung und Preisvergabe zum Architektenwettbewerb ist Ende 2023 oder Anfang 2024 zu rechnen. „Dann werden die Anlieger erneut und auf konkreterer Basis ihre Interessen wahrnehmen können”, führen die Initiatoren aus.
Auf dem Gelände des Bauunternehmens Geith-Niggl und der angrenzenden Wiese nördlich der Memeler Straße soll ein gemischtes Stadtquartier entstehen, mit Gewerbe im Norden und rund 320 bis 500 Wohneinheiten im Süden. „Damit werden das Planungsgebiet und die benachbarte Umgebung absehbar massiv überlastet”, meinen die Initiatoren der Petition, die unter anderem fordern, die Rahmenbedingungen für die Planung auf 250 Wohnheiten zu reduzieren.