Veröffentlicht am 01.03.2011 00:00

Schwabing · Simmern is the best!


Von red
Ngoc, Erduan (hinten, v.l.), Esra, Angelika Thuri-Weiß und 	Yasemin freuen sich über die Teilnahme der Simmernschule beim Landeswettbewerb.	 (Foto: ko)
Ngoc, Erduan (hinten, v.l.), Esra, Angelika Thuri-Weiß und Yasemin freuen sich über die Teilnahme der Simmernschule beim Landeswettbewerb. (Foto: ko)
Ngoc, Erduan (hinten, v.l.), Esra, Angelika Thuri-Weiß und Yasemin freuen sich über die Teilnahme der Simmernschule beim Landeswettbewerb. (Foto: ko)
Ngoc, Erduan (hinten, v.l.), Esra, Angelika Thuri-Weiß und Yasemin freuen sich über die Teilnahme der Simmernschule beim Landeswettbewerb. (Foto: ko)
Ngoc, Erduan (hinten, v.l.), Esra, Angelika Thuri-Weiß und Yasemin freuen sich über die Teilnahme der Simmernschule beim Landeswettbewerb. (Foto: ko)

In der Früh vor der Schule schnell Semmeln, Wurst und Käse holen, eine Viertelstunde vor Pausenbeginn die Brotzeit für rund 250 hungrige Schüler vorbereiten. Aus einem Schulprojekt in der Schwabinger Hauptschule an der Simmernstraße ist eine dauerhafte Einrichtung geworden: der Pausenverkauf, den die Schüler selber organisieren.

Mehrere solcher Aktionen, die Schulleiterin Angelika Thuri-Weiß mit Lehrern und Kindern ins Leben gerufen hat, haben der Bildungseinrichtung nun zur Auszeichnung »Starke Schule« verholfen. Denn im vergangenen Sommer hat sich die Simmernschule um die Teilnahme beim Landespreis des bundesweiten Schulwettbewerbs »Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen« beworben. Prämiert wird dabei die Arbeit, die Schulen bei der Vorbereitung ihrer Schüler auf die Berufswelt leisten. Und die Simmernschule ist mit ihrem »Drei-Säulen-Modell«, bestehend aus Projekten zur beruflichen Orientierung, Sprachkompetenz und Sozialkompetenz ins Rennen gegangen. Damit hat die Hauptschule unter 83 beteiligten bayerischen Schulen den siebten Platz belegt. Deutschlandweit nahmen 600 Schulen teil.

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Erduan (16), Yasemin (15), Esra (14) und Ngoc (15) sind sichtlich stolz auf ihre Teilnahme beim Wettbewerb »Starke Schule«. Und nicht nur darauf, denn alle vier haben von den Schulprojekten auch persönlich profitiert. Erduan etwa hat gelernt, wie eine Firma funktioniert, die ein neues Produkt auf den Markt bringt: Er war an einer Schülerfirma beteiligt, die vom Entwurf über die Produktion, Marketing und den Vertrieb ein schuleigenes T-Shirt auf den »Schulmarkt« gebracht hat. »Es war eine neue Erfahrung«, sagt der 16-Jährige. Angst hat der Schüler beim Projekt auch gehabt. Davor nämlich, dass den Schulkameraden das Shirt mit dem Schriftzug »Simmern is the Best« nicht gefallen könnte. Die Angst hat sich als unbegründet erwiesen. Die Schüler tragen das Kleidungsstück gerne und oft, Schulleiterin Thuri-Weiß hat ihres immer im Büro im Schrank – man weiß ja nie, wann man es spontan einmal braucht.

Esra und Ngoc haben über ein weiteres Schulprojekt mit Jobmentoren, zwei ehrenamtlichen Ruheständlern aus der Wirtschaft, gelernt, wie sie sich richtig bewerben müssen. Ngoc möchte nach der Schule ab September medizinische Fachangestellte werden. Und Esra war durch das Bewerbungstraining schon erfolgreich: Sie hat ab September eine Lehrstelle als Drogistin. Yasemin hat an der Schule gelernt, »sicherer aufzutreten«. Die 15-Jährige ist stellvertretende Schülersprecherin, das hat sich auch auf ihr Selbstbewusstsein ausgewirkt. Bei Streit und Konflikten, erklärt sie, könne sie jetzt viel mehr dazu sagen.

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