Eigentlich gibt es die Familienpflege in der Nachbarschaftshilfe Taufkirchen Unterhaching schon seit jeher, war sie, wenn man es genau nimmt, sogar der Grundpfeiler des Vereins. Durch Corona und die Fusion der Nachbarschaftshilfen Taufkirchen und Unterhaching ist diese Sparte aber in den letzten Jahren ein wenig vernachlässigt worden. Das soll sich jetzt ändern, betont die Geschäftsführerin der Nachbarschaftshilfe Taufkirchen Unterhaching, Andrea Schatz. Ein neuer Ressortleiter, Andreas Dasser, ist bereits gefunden, jetzt soll die Arbeit wieder im vollen Umfang aufgenommen werden.
Im Notfall einspringen, wenn gesundheitsbedingt Not am Mann oder an der Frau ist, dass bedeutet kurz zusammengefasst Familienpflege. Die gibt es im Bedarfsfall sogar verschrieben von der Krankenkasse, die unter gewissen Umständen den Löwenanteil der Finanzierung übernimmt. Die Familienhilfe springt ein, wenn sich eine Mutter beispielsweise durch schwere Krankheit oder eine komplizierte Schwangerschaft nicht mehr um die Familie kümmern kann. Der oder die Familienpfleger betreuen dann zeitweise die Kinder, sorgen dafür, dass es etwas zu essen gibt und übernehmen auch kleinere Hausarbeiten. Auch für Senioren gibt es dieses Angebot, beispielsweise übergangsweise nach einer OP oder schweren Krankheit.
Nicht zu verwechseln ist die Familienpflege indes mit dem Pflegedienst. Pflegerische Aufgaben werden von der Familienpflege nicht geleistet, wohl aber Unterstützung im Alltag. Auch vermitteln die Familienpfleger gerne bei weiteren Anfragen weiter, sind sie doch eng vernetzt mit vielen weiteren Organisationen und Ämtern, die im Bedarfsfall Unterstützung gewähren können.
Derzeit gibt es ein dreiköpfiges Team bei der Nachbarschaftshilfe, das auf Einsätze wartet. Da die Nachfrage in der Regel hoch ist, freut sich die Nachbarschaftshilfe über weitere Mitstreiter, bevorzugt Personen die Erfahrung im pädagogischen oder pflegerischen Bereich mitbringen. Da sich die Anfragen selten vorher planen lassen ist die Arbeitszeit flexibel und die Einsätze werden zwischen dem Familienhelfer und der zu betreuenden Person vereinbart. „Jeder Einsatz ist ein wenig anders, eine Arbeit die damit nie langweilig wird. Außerdem erlebt man ganz unmittelbar, wie sinnvoll die Arbeit ist, die man hier tut”, schwärmt Andreas Dasser und weiter: „Die Leute sind froh, dass jemand kommt und ihnen hilft, das tut gut und macht Freude.”
Wer Interesse an einer Mitarbeit bei der Familienpflege hat und sich einbringen möchte, erfährt mehr bei der Nachbarschaftshilfe im Ahornring 119 unter Tel. 66609120 oder per E-Mail://info@nachbarschaftshilfe.tfk-uhg.de Gerne melden dürfen sich auch Personen, die gerne eine Familienpflege in Anspruch nehmen möchten, weil beispielsweise eine OP bevorsteht oder eine Krankheit den Alltag innerhalb der Familie bedroht.