Ein Schaf hatten alle Kinder, die den Tag in der Obhut der Eltern-Kind-Initiative „Topolinos“ verbringen, schon einmal gesehen. Wie sich allerdings Schafwolle anfühlt und riecht, wie Käse, Milch und Joghurt vom Schaf schmecken, das erfuhren sie am vorigen Freitag beim Projekttag „Leckeres und Kuscheliges vom Bio-Schaf“. Um das alles wirklich zu „begreifen”, durften sie sogar zum ersten Mal in ihrem Leben „filzen“. Für den Nachwuchs war es ein spannender Prozess, zu erleben, wie aus strähnig, tuffiger Schafwolle ein bunter Filzball entsteht. Das Erlebnis des Projekttags war der erste Preis eines Wettbewerbs, den das Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München gemeinsam mit dem Tollwood Winterfestival zum Thema „Biostadt München zum Anbeißen“ veranstaltet hatte. Zur Freude der Kinder und Eltern machte im Dezember 2008 das Bio-Lebkuchenhaus der „Mäuschen“ aus Laims Valpichlerstraße das Rennen. „Ihr alter Peter zum Anbeißen“ überzeugte die Jury. So kam es, dass die „Topolinos“ den ersten Preis, einen „Tag zum Bioschaf” einheimsten. Den hatte die Agraringenieurin Jutta Thomas gestiftet. Die freiberuflich arbeitende „Erlebnispädagogin“ besucht sonst mit Kindergärten und Schulklassen im Auftrag des Schulreferats Öko-Bauernhöfe. Den „Topolinos“ brachte sie allerlei Sehens- und Wissenswertes aber auch Leckeres vom Schaf mit. Jutta Thomas: „Mir ist wichtig, dass die Kinder erfahren, welche Vielfalt uns das Schaf gibt.“
Bereits die ganze Woche über hatte sich im Kindergarten alles ums Schaf gedreht. Die Leiterin der Eltern-Kind-Initiative, Christiane Müssener, bereitete die Kinder auf das Thema vor. Kurz nach 8 Uhr morgens ging es am Freitag los. Die Kinder durften die Rohwolle vorsichtig mit Seife waschen, auskämmen und sogar versuchen, mit einer Handspindel einen Faden zu spinnen. Als sie die Rohwolle in der Hand hielten war den zwei- bis vierjährigen Knirpsen klar, dass die von einem lebenden Tier stammt: „Das riecht noch nach Schaf“ riefen sie. „Ganz ruhig war es in der Pause beim Essen, als die Kinder die Milch, den Käse und den Joghurt probierten“, erzählt Christiane Müssener. Danach wurde es spannend: Die Kinder durften „filzen”. „Filzen ist etwas Meditatives“, erklärt Jutta Thomas. Und: „Es ist das, was die Hausfrau nicht machen sollte.“ Womit sie jedoch nicht das Filzen, sondern das Verfilzen von Wollsachen durch zu heißes Waschen meint. Die „Topolinos“ durften! Ihre Zutaten: Warmes Wasser, Seife und Wolle wurde von ihnen wieder und wieder geknetet bis aus einem losen Wollbüschel ein schöner runder Filzball entstanden war. Als die „Erlebnispädagogin” den Kindern verkündete: „Den machen wir jetzt noch bunt“, gab es ein großes Hallo. Jedes Kind durfte sich seine Farbe aussuchen und der wollweißen Filzkugel mit einem Stückchen bunter Wolle seine Lieblingsfarbe verpassen. So wurden aus uniformen Filzbällen besonders schöne Unikate.
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