Markus Fiedler, der Ausbilder der Nachwuchsmannschaft des VfB Stuttgart II, zeigte sich nach Spielschluss enthusiastisch ob des sportlichen Auftritts seiner Talente vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Grünwalder Stadion: „Wir haben das beste Auswärtsspiel in dieser Saison gemacht.” In der Tat wirkten die Schwaben über zwei Drittel der Spielzeit dem TSV 1860 München spielerisch und kämpferisch überlegen. Der Ball lief schnell in den Reihen der technisch starken Cannstatter, meist zu schnell für die Löwen, die vor allem in ersten Durchgang gar nicht erst in die Zweikämpfe kamen.
Bei den Gastgebern stand Winterneuzugang Philipp Maier in der Startelf. Morris Schröter musste aufgrund der Verletzungen von Lukas Reich und Tim Danhof als Rechtsverteidiger aushelfen. Die erste Viertelstunde verlief die Partie ausgeglichen, danach dominierten die Schwaben fast nach Belieben. Eine knappe halbe Stunde war gespielt, da verpassten die ganz in schwarz spielenden Weiß-Roten zwei dicke Gelegenheiten zur möglichen Führung. Nach einem groben Fehlpass von Max Reinthaler und einer schnellen Ballstafette über die rechte Seite dribbelte sich der flinke Jarzinho Malanga in den Strafraum und tauchte frei vor Torhüter Marco Hiller auf, doch sein Schuss wurde vom zurückgeeilten Schröter am linken Pfosten vorbeigelenkt (27. Min.). Die anschließende Ecke von Samuele Di Benedetto landete bei Schwaben-Kapitän Dominik Nothnagel, dessen Kopfball an die Latte klatschte (28. Min.). Bis zum Pausenpfiff gaben die Sechzger keinen einzigen Torschuss ab.
Erst nach dem Seitenwechsel kam es zu einem offenen Schlagabtausch, an dem auch die Hausherren teilnahmen. Gerade als die Partie ein wenig in Richtung der Weiß-Blauen zu kippen schien, gingen die Gäste in Führung. Mit einem sehenswerten Solo setzte sich Laurin Ulrich, allein auf weiter Flur, gleich gegen drei viel zu passive Gegenspieler durch und brachte den Ball mit einem Flachschuss aus 14 Metern zum 0:1 im Netz unter (56. Min.). Der Vorsprung hatte allerdings nur gute zehn Minuten Bestand, dann sorgte Thore Jacobsen mit einem Gewaltschuss in den Winkel für den 1:1-Ausgleich (68. Min.). Vorangegangen war eine Ecke von Tunay Deniz, die der eingewechselte Patrick Hobsch im Fallen geschickt auf den Torschützen abgelegt hatte.
In der Schlussviertelstunde spielten beide Mannschaften auf Sieg. Die besseren Chancen hatte der VfB. Hiller vereitelte eine Eins-gegen-eins-Situation gegen den eingewechselten Mohamed Sankoh reaktionsschnell (80. Min.), später verzog der ebenfalls eingewechselte Eliot Bujupi nur knapp (89. Min.). Das Debüt von Patrick Glöckner als Trainer des TSV 1860 München endete mit einem Unentschieden. Seine Mannschaft habe sich viele Chancen herausgespielt und nur das Gegentor zugelassen. „Deshalb fühlt sich das Unentschieden wie zwei verlorene Punkte an – das ist das erste Mal, dass ich auswärts Punkten nachtrauere”, kommentierte sein Gegenüber Fiedler.
Die Giesinger wahren mit der der eher schmeichelhaften Punkteteilung ihren Vorsprung von vier Zählern auf die Abstiegszone. „Mit dem Punkt und der kämpferischen Leistung bin ich zufrieden. Ansonsten wartet aber noch viel Arbeit auf uns”, analysierte Glöckner. Debütant Maier bescheinigte der neue Löwen-Trainer eine „engagierte und couragierte” Vorstellung. „Er hat sich gut eingegliedert, viele Bälle gewonnen – auch durch seine körperliche Präsenz.” Am kommenden Samstag reist der TSV 1860 München zum formstarken FC Viktoria nach Köln. Anpfiff im Sportpark Höhenberg ist um 16:30 Uhr. (as)
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