Die Gemeinde Unterhaching war in Sachen Geothermie schon immer Vorreiter. Bereits 2001 beschloss der Gemeinderat Unterhaching auf der Grundlage einer Machbarkeitsstudie das Projekt Geothermie in Angriff zu nehmen. Treibende Kraft war der damalige Bürgermeister und jetzige Altbürgermeister Dr. Erwin Knapek. Er berichtete, dass dieses Projekt damals nahezu ohne staatliche Unterstützung durchgeführt werden musste. Die staatliche Einsicht in die Notwendigkeit in regenerative Energien zu investieren und von fossilen Energieträgern wegzukommen sei damals leider nicht vorhanden gewesen. Zu verlockend seien damals die niedrigen Preise im Gas- und Ölsektor gewesen, so Knapek. Das Know-How um die Klimaproblematik sei in Wissenschafts- und Politikerkreisen bereits in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt gewesen, allerdings habe es nicht dazu geführt, dass auch tatsächlich etwas zum Positiven verändert worden sei, bedauerte der Verfechter der Geothermie. So wagte Unterhaching den mutigen Schritt in eine klimafreundliche Zukunft allein. Im September 2004 wurde dann in 3.350 Metern Tiefe Thermalwasser mit einer Temperatur von 122 Grad und einer Schüttung von bis zu 150 Litern pro Sekunde gefunden. Damit waren die ursprünglichen Erwartungen weit übertroffen worden. Es dauerte dann noch bis zum Oktober 2007 bis die Inbetriebnahme der Wärmeversorgung aufgenommen werden konnte.
Und auch in Grünwald ist die Geothermie nicht mehr weg zu denken: „Geothermie aus bayerischem Boden und Grünwald - das passt zusammen: gutes Klima, attraktive Wärme, und das Geld bleibt zuhause. Profis der Energiewirtschaft arbeiten eng mit dem Rathaus zusammen. So ist der Kunde und der Bürger bestens versorgt. Ein Modell auch für andere Kommunen in ganz Deutschland”, erklärt Andreas Lederle, Geschäftsführer der Erdwärme Grünwald GmbH und der Geothermie Unterhaching Produktions GmbH & Co. KG.Und auch Grünwalds Bürgermeister Jan Neusiedl betont: „Grünwald nimmt die Energiewende seit 2008 in die eigenen Hände und gibt damit eine klare Antwort auf den Klimawandel. Unsere heimische Energie aus Erdwärme bietet höchste Versorgungssicherheit, macht uns unabhängiger von fossilen Energieträgern und sorgt für saubere Luft. Die Wärmewende ist machbar, Grünwald zeigt das.” Mit der Eröffnung der Nordanbindung der Gemeinde Grünwald im September 2024 können nun noch mehr Haushalte in Grünwald und Unterhaching sicher und CO2-Neutral versorgt werden. 2012 haben die beiden Geothermie-Gemeinden Grünwald und Unterhaching unter dem Motto: »Die regenerative Zukunft gemeinsam gestalten« den »Wärmeverbund Grünwald und Unterhaching« aus der Taufe gehoben und arbeiten jetzt Seite an Seite an der sicheren und umweltfreundlichen Versorgung ihrer Bürger mit Wärme.
In Riem ging 2004 die erste SWM Geothermieanlage mit zwei Bohrungen in Betrieb. Mit dem über 90 °C heißen Wasser aus 3.000 Metern Tiefe wird der Wärmebedarf der Messestadt und der Messe München zum größten Teil gedeckt. Und das besonders umweltfreundlich, denn die genutzte Erdwärme ist unerschöpflich sowie konstant vorhanden und bei der Umwandlung in Strom oder Nutzwärme entsteht deutlich weniger CO2 als bei der Energiegewinnung mit Kohle und anderen fossilen Rohstoffen. Bis spätestens 2040 soll der Münchner Bedarf an Fernwärme CO2-neutral gedeckt werden. Dabei setzen die SWM vor allem auf Tiefengeothermie. Schon heute betreiben sie sechs Geothermieanlagen, der Bau der siebten beginnt in Kürze, weitere werden folgen. Dadurch nehmen die SWM in der Wärmewende in Deutschland eine führende Rolle ein.
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